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Kleines Glossar für eine
"Lebensqualität mit Zukunft"

Agenda 21
Bürgerschaftliches Engagement
Bürgergesellschaft / Zivilgesellschaft
Bürgerstiftungen
Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München
Eine Welt
Internationale Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Rio 1992)
Nachhaltige Entwicklung
NGO oder NRO
Ökoprofit
Rio+10
Regsam
Vernetzung
Zukunftsfähigkeit

 

Agenda 21
1992 beschließen 170 Länder auf der ersten großen UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro die "Agenda 21" (='was zu tun ist' im 21. Jh.) den Handlungsplan, der die nachhaltige Entwicklung als Vision für das 21. Jahrhundert definiert. Dieser Auftakt wird seither auf vielerlei Weise, zum Beispiel auf Klimakonferenzen, weltweit fortgesetzt. Das Agenda-21 Dokument beinhaltet - unter vielen anderen - die Aufforderung, Bürger und Bürgerinnen in den jeweiligen Ländern und Kommunen verstärkt in die Entscheidungsfindung darüber einzubinden, was die jeweils passende Nachhaltigkeitsstrategie sein sollte. Im Anschluß an diesen Auftrag haben sich weltweit sogenannte kommunale Agenda 21-Arbeitskreise gebildet, in denen Bürgerinnen und Bürger, Politik, Wirtschaft und Verwaltung sich in einen Dialog begeben haben, um gemeinsam nach Wegen zur 'Zukunftsfähigkeit' ihrer Gemeinden zu suchen.

Bürgerschaftliches Engagement
BE ist freiwillige Mitarbeit in Vereinen, Initiativen, Selbsthilfegruppen, bei Stiftungen, in sozialen und ökologischen Projekten, unbezahlt oder gegen geringe Aufwandsentschädigung. 2001 war das Internationale Jahr der Freiwilligen mit dem Slogan "Was ich kann, ist unbezahlbar". BE begann in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts.

Bürgergesellschaft / Zivilgesellschaft
Der Staat gibt den Mitbürgerinnen und Mitbürgern Raum für Eigenverantwortung, das soziale Zusammenleben mit Zivilcourage mit zu gestalten. Die Bundesländer und Kommunen begrüßen und fördern das bürgerschaftliche Engagement. In München gibt es verschiedene Vermittlungsstellen, wie das Freiwilligen-Zentrum Nord, Tatendrang München-Freiwilligen Agentur, Treffpunkt Ehrenamt und das Selbsthilfezentrum. Siehe Themenbereich Engagement & Beteiligung.

Bürgerstiftungen
Bürgerstiftungen sind unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftungen von Bürgern für Bürger. Sie engagieren sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch begrenztem Raum. Sie unterstützen mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement. Sie verstehen sich als Element einer selbstbestimmten Bürgergesellschaft.

Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München
Die Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München ist aus dem lokalen Agenda 21-Prozeß hervorgegangen und hat sich das Ziel gesetzt, Projekte zu fördern, die der nachhaltigen Entwicklung in München dienen. Heute so leben, dass auch die nachfolgenden Generationen noch gut leben können. Hier so leben, dass auch die Menschen in weniger wohlhabenden Regionen der Erde eine Chance auf gute Existenzbedingungen haben,- diese Botschaft will sie mithelfen, praxisnah umzusetzen.
Die Bürgerstiftung ist anerkannt gemeinnützig und fördert den Gedanken der Nachhaltigkeit in Politik, Wirtschaft und privaten Haushalten.

Eine Welt
Es wird nicht mehr von der "Dritten Welt geredet". Neben den Industrienationen gibt es viele arme, oft mit hohen Schulden belastete Länder, meist im "Süden". Weil die reicheren Staaten eine weltweite Verantwortung haben für eine nachhaltige Entwicklung aller Länder der Welt und mehr internationale Gerechtigkeit, gibt es in vielen Städten und Kirchengemeinden Nord/Süd Gruppen, Eine-Welt-Organisationen und in München seit 2001 ein "Eine Welt-Haus". Siehe Themenschwerpunkt Eine Welt.

Internationale Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Rio 1992)
1992 beschließen 170 Länder auf der ersten großen UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro die "Agenda 21" (='was zu tun ist' im 21. Jh.) den Handlungsplan, der die nachhaltige Entwicklung als Vision für das 21. Jahrhundert definiert. Dieser Auftakt wird seither auf vielerlei Weise, zum Beispiel auf Klimakonferenzen, weltweit fortgesetzt.

Nachhaltige Entwicklung
Der Begriff 'der Nachhaltigkeit' stammt aus der Forstwirtschaft. Hier besteht schon seit Jahrhunderten die Erkenntnis und die Praxis, Bäume nicht einfach nur zu fällen,- sondern immer wieder auch neu Bäume anzupflanzen, damit nachfolgende Generationen ebenfalls Bäume 'ernten' können. "Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen." (Bericht der Brundtland-Kommission 1986).
Zu verschiedenen Definitionen, Geschichte, Ziel und Akteuren können Sie sich ausführlich im "Lexikon der Nachhaltigkeit" der Aachener-Stiftung informieren.

NGO oder NRO
Gebräuchliche Abkürzung für nongovernment organization oder Nichtregierungsorganisation. Darunter werden alle Vereine, Verbände, Institutionen, Bildungsträger verstanden. Sie sind Teile der Bürgergesellschaft.

Ökoprofit
Das erfolgreiche Agenda 21-Projekt hat die Stadt München von Graz übernommen.
In einer festgelegten Methodik lernen Vertreter von Wirtschaftsunternehmen in Gruppenunterricht einmal im Monat über ein ganzes Jahr hinweg Möglichkeiten kennen, wie mit ökologischen Maßnahmen im Unternehmen Geld gespart werden kann. In dieser Partnerschaft zwischen Kommune, Beratungsgesellschaft und Teilnehmern aus der Wirtschaft wurden in München seit 1999 schon große Einsparungen an Energie, Wasser, Verpackung und Abfall erreicht. Am Ende des Jahres erfolgt eine Auszeichnung. Das Modell konnte an über 35 deutsche Städte erfolgreich übertragen werden. Siehe: www.oekoprofit-muenchen.de.

Rio+10
1992 wurde in Rio de Janeiro die erste Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung abgehalten. Im September 2002 werden in Johannesburg die in diesen zehn Jahren gemachten Fortschritte aller beteiligten Staaten überprüft und neue Zielsetzungen für die nächste Dekade gemacht werden. Umfangreiche Vorbereitungen sind im Gange, um auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene die erforderlichen Aussagen machen zu können.

Regsam
Die Abkürzung bedeutet "Regionalisierung sozialer Arbeit in München". Regsam ist eine Moderationseinrichtung für je zwei Stadtbezirke, die den Bedarf für Sozialleistungen bürgernah und wohnortnah erfassen soll und die städtische wie bürgerschaftliche Einrichtungen vernetzt.

Vernetzung
Dieser immer wichtiger werdende Begriff bedeutet Zusammenarbeit von unterschiedlichen Organisationen oder auch Einzelpersonen zur Erreichung eines gemeinsamen Zieles, aus der Erkenntnis, dass einer alleine oder auch eine Institution allein wenig erreichen kann. Vernetzung gibt es auf kommunaler, regionaler, landesweiter, bundesweiter, europäischer und internationaler Ebene. Es gibt sie auf sozialer, wissenschaftlicher, ökologischer, technischer Ebene. Das Internet und die elektronische Kommunikation ist dabei praktisch unerlässlich

Zukunftsfähigkeit
'Zukunftsfähig' ist nur ein anderes Wort für 'nachhaltig'. Zukunftsfähig sind beispielsweise eine Handlungsweise oder Herstellungsweise, wenn sie auch in Zukunft aufrechterhalten und weiterbestehend fortgeführt werden kann (z.B. in einer Kreislaufwirtschaft). Eine 'auf Dauer aufrechterhaltbare Entwicklung' -damit ist am genauesten umschrieben, was mit dem englischen Fachbegriff ‚sustainable development' gemeint ist.

 
 


 
 
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